Führungskräfte-Akademie in Wien - Jürgen Schmidt-Hillebrand
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Führungskräfte-Akademie in Wien

Zukunftsfähigkeit durch passgenaue Schlüssel-Kompetenzen

Der Verband Druck und Medientechnik in Wien erhält eine Akademie

Die gesamte Entwicklung in der Druck und Medienbranche stellt sehr hohe Anforderungen an Geschäftsführer, Führungskräfte und an die Mitarbeiter, vor allem auch in nicht-technischem Fachgebieten.  Die hierzu entwickelten Weiterbildungsangebote  der Verbands-Akademie sind auf die Betriebe der Branche abgestimmt und passgenau. So erhalten vor allen die Mitgliedsbetriebe die Möglichkeit,  die erforderlichen Kompetenzen rechtzeitig aufzubauen und zeitgemäß zu erhalten. Damit wird die Zukunftsfähigkeit und Vitalität der Betriebe gestärkt.

Im Wesentlichen geht es dabei um vier zentrale Fachgebiete

Management als betriebliche Grundfähigkeit

„Die Zahlen sprechen doch für sich“ scheint eine akzeptierte Aussage in der Geschäftsführung zu sein. Doch das ist nur ein Aspekt des Ganzen, auch bei einem angemessenen Respekt vor Zahlen und Ergebnissen.  Die Arbeit im Management des Betriebs geht über die reine Zahlenerfassung und deren Interpretation weit hinaus.

Hier sind Antworten auf so zentralen Fragen erforderlich,  wie die gesamte Unternehmens-Entwicklung  vorangebracht wird und wie dafür bei allen Mitarbeitern ein gemeinsames Verständnis erzeugt werden kann.  So wird ein Bewusstsein für die Einzigartigkeit des Betriebes erschaffen.

Kern-Themen sind dabei:

  • Wie können wir den Betrieb in seinem Profil schärfen und zu einer wirklich wahrnehmbaren Marke machen?
  • Wodurch unterscheiden wir uns vom Wettbewerb bei prinzipiell sehr ähnlichen Dienstleistungen, Produkten und Fertigungsverfahren?
  • Wie kann die Unternehmensstrategie überzeugen und motivieren und was macht sie für Kunden und Mitarbeiter attraktiv?
  • Wie halte ich meine Mitarbeiter zusammen (Mitarbeiterbindung)
  • Was kosten Konflikte und wie können hohe Konfliktkosten vermieden werden?
  • Welche Strukturen und Prozesse braucht der Betrieb für seine Funktionen und für seine Vitalität?
  • Wie erkennen wir und wie bereiten wir uns auf zukünftige Herausforderungen rechtzeitig vor?

Diese Themen können sowohl Nachwuchskräfte im Management als auch für Menschen in der Geschäftsführung mit Erfahrung  im Rahmen von Workshops bearbeiten und sich in lebendigen Lern- und Reflexionsprozessen hierzu  Methoden und Werkzeuge für ihre Praxis  erschließen.

Ohne Führung geht es nicht

Jedes Team braucht Führung.  Dabei sind unterschiedlichste Fähigkeiten der Führungskräfte erforderlich. Der angemessene Umgang mit zum Teil sehr unterschiedlichen Mitarbeitern, die Entwicklung und Steuerung des  eigenen Teams, Lösung von Problemen und  vor allem die Schaffung eines motivierenden Arbeitsklimas sind die klassischen Anforderungen im Führungsalltag.

Passgenau auf diese konkreten Anforderungen bietet die Verbandsakademie eine prozessorientierte Weiterbildung  ( 4 Module à 2 Tage ) in kleinen Gruppen an. Zwischen den Modulen sind Praxisphasen, in denen das eigene Führungsverhalten erprobt bzw. weiterentwickelt werden kann. Auch diese Erfahrungen  der Führungskräfte werden in den Modulen ausgetauscht und an konkreten Praxisfällen gearbeitet. Somit ist ein hoher Praxistransfer gesichert und ebenso ein Zuwachs persönlicher Sicherheit.

Kern-Themen sind:

  • Was ist Führung?
  • Warum braucht es Führung in Teams und Unternehmen?
  • Womit und wie kann ich Führungsarbeit gestalten? Haltungen, Einstellungen, Erwartungen, Ziele und die Führungsinstrumente
  • Selbst- und Rollenverständnis in der Führungsarbeit
  • Umgang mit schwierigen  und konfliktbeladenen Situationen
  • Wie organisiere, steuere und entwickle ich mein Team?
  • Aufbau von konstruktiven Feedback- und Bewertungsprozessen
  • Die Mitarbeiter- und Teamgespräche (Anlass, Struktur, Vorbereitung, Training)

Hier sind Führungskräfte mit Erfahrung ebenso angesprochen wie auch Mitarbeiter, die aus dem eigenen Team zur Führungskraft werden sollen.

Selbstorganisation, Kommunikation und Kooperation als elementare Basis

Die wichtigsten Kernkompetenzen im nicht-technischen Bereich in Gegenwart und Zukunft sind die persönliche Selbstorganisation und die Fähigkeit mit sehr unterschiedlichen Partnern Akzeptanz auslösend zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.

Dies mutete sehr selbstverständlich an, ist es  in der Praxis aber keinesfalls immer.  Der durch Mangelorganisation entstandene Terminverzug, Missverständnisse und Fehllieferungen durch unklare Aussagen sowie Animositäten gegenüber Anderen sind Ursachen für häufige Konflikte.

Diese Schwierigkeiten und Konflikte nehmen noch weiter zu, wenn sich der Einzelne nicht richtig auf die gegenwärtige Aufgabe fokussiert, klare Prioritäten setzt und auch unter Zeitdruck fehlerfrei arbeitet.

Der hohe Anforderungsdruck und das oft erforderliche Multitasking im Arbeiten fordern ihren Preis. Die Zahl der Krankentage steigt ebenso die Konflikt- und Reklamationskosten. Im schlimmsten Fall verlassen die Leistungsträger das Unternehmen, weil auch die gesamte Kultur und das Betriebsklima Schaden nehmen.

Kernthemen sind dabei:

  • Wie organisiere ich mich?
  • Wie kann ich eigene Prioritäten erkennen und setzen?
  • Wie gehe ich mit hoher Belastung, Stress und Anforderungsdruck um?
  • Kann ich Grenzen setzen und Nein-sagen, ohne negative Auswirkungen zu erfahren?
  • Was braucht richtig gute Zusammenarbeit nach innen und nach außen?
  • Worauf ist in der Kommunikation zu achten?
  • Wie vermeide ich Missverständnisse?
  • Was tue ich in Konfliktsituationen?
  • Wie gehe ich mit meiner Kraft verantwortlich um und schaffe eine Balance zwischen Berufs- und Privatleben?

Dies ist ein Angebot für alle Mitarbeiter, unabhängig von ihrer Funktion.

Servant Selling: Verkaufsarbeit der Profis

Der Erfolg jedes Betriebes hängt ab vom erfolgreichen Verkauf und dem erzielen eines Gewinns. Dies wird langfristig nur gelingen, wenn zum einen die Kunden in ihren Bedürfnissen befriedigt werden und zum anderen, wenn die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern genau in diesem Betrieb einfach und positiv erlebt wird.

Bei technisch erzeugten Produkten und Leistungen hängt das Ergebnis vom Zusammenwirken vieler Beteiligter ab. Hier ist das Bereich übergreifende Mit-Denken und Handeln ein großer Gewinn für den Kunden und für den Betrieb.

Das Servant Selling bietet einen wirksamen und mehrdimensionalen Ansatz für alle, die mit dem Verkauf und der Erzeugung von Produkten und Dienstleistungen beteiligt sind. Besonderer Wert wird dabei darauf gelegt, bei vergleichbaren grafischen Erzeugnissen die Einzigartigkeit und den speziellen Mehrwert, den das eigne Unternehmen bietet, herauszuarbeiten und für den Praxisalltag handhabbar zu machen.

Themen:

  • Wie ist die Verkaufsarbeit zur Zeit organisiert?
  • Wie messen wir den Erfolg beim Kunden?
  • Welche Fehler passieren in der innerbetrieblichen Realisierung der Kundenwünsche?
  • Was macht uns zu einem besonderen grafischen Dienstleister?
  • Wie wollen wir vom Kunden erlebt werden? / Wie werden wir erlebt?
  • Welche Kundenbedürfnisse sind uns bekannt?
  • Wie verhandeln wir den Preis, auch für Mehrleistungen?
  • Was bedeutet Kooperation und Kommunikation für uns nach innen und nach außen?
  • Welche Botschaften erhält der Kunde von uns und wie versteht er sie?

Hier werden insbesondere alle Mitarbeiter des Vertriebsinnen- und Vertriebsaußendienstes angesprochen. Ebenso hilfreich ist dieser Workshop für alle technischen Führungskräfte, die letztlich interne Dienstleister für den Kunden sind.

Erwachsenengerechte Methodik in allen Weiterbildungsangeboten der Akademie – Wie lernen qualifizierte und erfahrene Experten?

Das Besondere an der Akademie ist einerseits ihre thematische Konzentration auf die Schlüssel- und Zukunftsqualifikationen. Andererseits wird auch bei der Gestaltung der individuellen Lernprozesse davon ausgegangen, dass die Angebote für Menschen hilfreich und attraktiv sind, die bereits eine gute Ausbildung  haben und über eigene praktische Erfahrung verfügen.

Die Einbeziehung des beruflichen Kontextes und der Praxiserfahrungen der Teilnehmenden, sowie das Angebot zur Reflexion und die Arbeit an konkreten Praxisfällen  macht das eigene „Weiter“- Lernen lebendig, inspirierend und nachhaltig. Die so erlernten Methoden und gewonnenen Einsichten lassen sich im eigenen beruflichen Umfeld leicht und mit Freude umsetzen.

Im Anschluss an die Weiterbildung werden in regelmäßigen Abständen auch Supervisionen angeboten, um weiterhin die Reflexions- und Handlungskompetenz des Einzelnen zu unterstützen und zu erhalten.

erschienen in Das Österreichische Grafische Gewerbe 9–10/2012